Goldene Horde Sürth

Abenteuer am Rhein: Goldwaschen wie im Wilden Westen

Goldene Horde Sürth

Die Goldwäscherausrüstung

Fürs Goldwaschen benötigt man eine Waschpfanne, ein Sieb, eine Schaufel und einen Eimer, womit man das Flussbett und die Uferböschung nach Gold durchsucht. Am Rhein eignen sich dazu besonders die Schotterschichten, die maximal 60 Zentimeter unter der Wasseroberfläche liegen. Hat man den ersten Batzen erst einmal mühsam mit der Schaufel aus dem Wasser geholt, gibt man ihn auf ein Sieb und ist noch lange nicht mit der Arbeit fertig. Nun muss man das Gemisch aus Kies, Geröll, Sand und Gold über einem Eimer, der mit Wasser gefüllt ist, gründlich und vorsichtig waschen, um die Goldpartikel besser erkennen zu können. Dieser Schritt ist allerdings nicht zwingend nötig. Und wenn man dann so am Ufer steht, stellt man fest, dass es wirklich ratsam ist, an Insektenschutz zu denken, da Mücken in Wassernähe besonders gern zustechen. Die weitere Arbeit, nachdem man das Siebmaterial in die Pfanne umgefüllt hat, erfordert viel Geduld und Zeit.

Erst einmal müssen wertlose Partikel, wie Sand und Kies, ausgeschwemmt werden, wozu man die Pfanne leicht in kreisende Bewegung versetzt, damit sich die Materialien am Rand abgießen lassen. Größere Steine können auch per Hand entfernt werden. Am Ende bleib ein Gemisch aus Mineralien, hellen Sanden und Gold übrig, bei dem es sich jedoch auch um Katzengold (Pyrit) oder Glimmer handeln kann, was wertlos ist. Immer wieder schwenkt man die Pfanne hin und her, um leichte von schweren Teilchen zu trennen, wobei die hellen Schwemmsande per Hand geschöpft werden. Anschließend lässt sich das Gold, das aufgrund seiner Dichte, die 19-mal größer als die des Wassers ist, am längsten in der Pfanne zurückbleibt, abtupfen und in ein Sammelröhrchen füllen. Empfehlenswert ist es, einige Arbeiten unter einem Sonnensegel auszuführen, da man sonst durch die lange Arbeitszeit schnell einen Sonnenbrand bekommt. Am Ende freut sich dann jeder über sein selbst geschöpftes Gold!